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Landessportbund
 
 
01.05.2012

Schadenfall des Monats Mai

Turnen - nicht immer kinderleicht

 
Seit 3 Jahren betreute Ilka nun schon die Kindergruppe. Es machte ihr einen Riesenspaß, den „Sack Flöhe“ zu hüten. Sie liebte jedes Einzelne dieser kleinen Energiebündel, die nun bereits wieder aufgeregt auf den Trainingsmatten saßen und ungeduldig darauf warteten, dass es endlich los geht.

Da ging auf einmal die Tür zur Turnhalle auf. Herein spaziert kam der kleine Jonathan, den sein Vater vorgestern angemeldet hatte. Im Schlepptau seine Mutter, die dort stehen blieb, kurz winkte und offensichtlich noch eine Frage hatte, bevor sie ihren Sohn in die Obhut der Sportlehrerin geben wollte.

Ilka war das ein wenig unangenehm, denn sie ließ ihre Bambinis nur ungern ohne Aufsicht. Dennoch blieb sie freundlich und wies die Kinder an, sich noch einen Moment zu gedulden. Dann ging sie zu Jonathans Mutter.
Das Gespräch dauerte länger, als der jungen Frau lieb war.

„Ilka, Ilka darf ich schon mal auf die Leiter?“ Die 5-jährige Jessica hüpfte neben der Übungsleiterin auf und ab und zupfte dabei unentwegt an Ilkas Shirt.
„Ja, ja“ sagte Ilka schließlich, ohne richtig hingehört zu haben, und versuchte weiter, sich auf das Gespräch mit der Mutter zu konzentrieren.

Ein paar Augenblicke später hörte sie auch schon einen lauten Schrei: Alle Kinder kamen angelaufen und schrien wild durcheinander: „Iiiiilka, komm schnell, die Jessi ist von der Leiter gefallen!“

Mit einem Satz war die Übungsleiterin bei dem Kind. Jessica war von der obersten Sprosse gestürzt und auf ihrem linken Arm aufgekommen, der nun in einem unnatürlichem Winkel vom Körper abstand. Das vor Schmerz schreiende Kind wurde sofort mit dem Krankenwagen ins nächste Krankenhaus gebracht und die Eltern des Kindes verständigt. Diese machten wenige Tage später Schadenersatzansprüche geltend, weil die Übungsleiterin ganz offensichtlich ihre Aufsichtspflicht verletzt hatte.
Zum Glück tritt in solchen Fällen die ARAG Sport-Haftpflichtversicherung für den Verein und seine Übungsleiter ein. Schnell und unbürokratisch regulierte sie die Ansprüche des Kindes (Schmerzensgeld, Behandlungskosten etc.) sowie die Kosten, die die Krankenkasse für die Heilbehandlung aufzuwenden hatte.

Jessica war im übrigen nach wenigen Wochen wieder fit und konnte bald wieder an ihrem geliebten Kinderturnen teilnehmen.


*Namen von der Redaktion geändert