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Sportunfallforschung

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Sportunfallforschung
Sportunfälle sind von sportartspezifischen und individuellen Faktoren geprägt. Deshalb sind allgemeine Empfehlungen und Maßnahmen – wie etwa Hinweise zum Aufwärmen – wenig Erfolg versprechend. Vor diesem Hintergrund entwickelten der Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Universität Bochum und die ARAG Sportversicherung gemeinsam ein Konzept zur Sportunfallprävention, das auf einer detaillierten sportartbezogenen statistischen Analyse beruht. Die Ergebnisse dieser Arbeit stellen wir interessierten Sportlern, Sportlehrern oder Trainern in Form unserer Broschüren kostenlos zur Verfügung.
David Schulz
David Schulz
Leiter der Auswertungsstelle für Sportunfälle

"Die ARAG Sportversicherung versteht sich nicht nur als Kostenerstatter. Prävention bei Sportverletzungen hat für uns einen ebenso hohen Stellenwert. So sind wir schon im Vorfeld aktiv, denn vorbeugend handeln kommt allen zugute - vom sportbegeisterten Kind bis zum Spitzensportler."
 
Die Historie
Im Jahr 1986 riefen die europäischen Sportminister alle Mitgliedsländer zur Analyse von Sportunfällen und Entwicklung von Präventivmaßnahmen auf. Der Bundesminister des Innern griff diese Initiative auf. So wurde über das Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Köln der Lehrstuhl für Sportmedizin der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gebeten, einen nationalen Gesamtreport über das Unfallgeschehen im Sport zu erstellen.
Der Lehrstuhl für Sportmedizin bat seinerseits – mangels eigener statistisch gesicherter Daten zu Sportunfällen – die Firma Himmelseher, die den Bereich Sportversicherung für die Mehrzahl der Landessportbünde betreute, um Unterstützung.
Die ARAG Sportversicherung war wiederum bereits seit 1980 zusammen mit der Firma Himmelseher auf dem Gebiet der Skiunfallforschung erfolgreich tätig und versicherte schon damals viele Landessportbünde. Nichts lag also näher, als die ARAG auch bei diesem Forschungsprojekt einzubinden.

Daraus resultierte die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Universität Bochum und der ARAG Sportversicherung auf dem Gebiet der Sportunfallforschung und Sportunfallprävention.
Beispiele aus der Praxis
Zunächst wurde ermittelt, welche Unfallschwerpunkte es in den verschiedenen Sportarten gibt:
Im Volleyball entfallen mehr als 50% aller Verletzungen auf das Sprunggelenk.
Im alpinen Skisport dominieren mit 30% die Knieverletzungen.
Im Handball liegen sowohl Hand- wie auch Sprunggelenksverletzungen mit jeweils knapp 25% an der Spitze.
Im Fußball ergab die Auswertung der Unfälle, dass die Art der Verletzung in starkem Maße vom Alter abhängt.
Bei Reitsportunfällen sind insbesondere junge Reiter/innen bis 14 Jahre unfallgefährdet.
Mit Unterstützung namhafter Experten der jeweiligen Sportart - z. B. Bundestrainer, Sportwissenschaftler, Sportmediziner - wurden anhand dieser Erkenntnisse Maßnahmen erarbeitet, die gezielt auf die Vermeidung der ermittelten sportartspezifischen Verletzungen ausgerichtet sind.